Montag, Februar 04, 2013

Mitgliederbefragung der SPD Sachsenhausen

Zum Stichtag 4.2.2013 wurden 349 stimmberechtigte Mitglieder angeschrieben, die am Mitgliederentscheid im Ortsverein Sachsenhausen teilnehmen können. Das entspricht 10 Prozent aller Frankfurter SPD-Mitglieder. Die Mitglieder werden befragt, wer ihr Kandidat/ihre Kandidatin bei der Landtagswahl 2013 sein soll. Dies hatte der Ortsverein bei seiner Mitgliederversammlung am 19. Januar 2013 mit 41 Ja-Stimmen bei 6-Nein-Stimmen beschlossen.

Der Ortsverein Sachsenhausen hat mit der Befragung gewartet, bis die Aufnahmeverfahren der 36 Fluglärmgegner abgeschlossen waren, damit sie sich - wie die "Alt-Mitglieder" des Ortsvereins an diesem demokratischen Meinungsbild gleichberechtigt beteiligen können. Nachfolgend mein Brief an alle Mitglieder der SPD Sachsenhausen, mit dem ich um ihre Stimme bei diesem Entscheid werbe.

Frankfurt, den 4. Februar 2013

Liebe Genossin, lieber Genosse,
liebe Freundinnen und Freunde,


am 22. September 2013 finden in Hessen endlich Landtagswahlen statt. Mein Ziel ist, dass Thorsten Schäfer-Gümbel der nächste Ministerpräsident in unserem Land wird, daran möchte ich mitarbeiten. Deshalb bewerbe ich mich um eine Nominierung als Landtagskandidatin im Wahlkreis Frankfurt-Süd, zu dem auch Sachsenhausen zählt. Nach Jahren des Stillstands und unglaublich vielen Skandalen muss Hessen endlich wieder ein Land werden, in dem sich Politik nicht an den Interessen einiger weniger, sondern am Wohle aller Menschen orientiert. Die Werte Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität sollen das Leitbild sozialdemokratischer Politik in Hessen sein!

Wie Du vielleicht gehört oder gelesen hast, hat die SPD Sachsenhausen am 19. Januar 2013 im Rahmen einer Mitgliederversammlung beschlossen, alle Mitglieder unseres Ortsvereins zu befragen, wer ihr Kandidat bzw. ihre Kandidatin ist, der oder die Deine Interessen in Wiesbaden im Hessischen Landtag vertreten soll. Deshalb meine Bitte: Beteilige Dich an dieser Briefwahl, damit die Delegierten unseres Ortsvereins Sachsenhausen ein eindrucksvolles und klares Votum für die im März anstehende Wahlkreisdelegiertenkonferenz erhalten!

Da einige Genossinnen und Genossen von uns erst nach den Landtagswahlen 2008 bzw. 2009 nach Sachsenhausen gezogen sind, möchte ich mich gerne kurz vorstellen. Ich bin 52 Jahre alt und lebe seit über 25 Jahren in Sachsenhausen. 1994 bin ich gefragt worden, ob ich in die SPD eintreten möchte, da ich damals als Elternbeirätin in der Sachsenhäuser Kindertagesstätte 55 am Affentorplatz engagiert war. Wir haben für eine gute Kinder-, Jugend- und sozial gerechte Bildungspolitik gekämpft. Kein Kind sollte in dieser Stadt mehr zurückgelassen werden. Deshalb halte ich den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz, die sogenannte U3-Betreuung, für richtig, weil die SPD damit die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglicht.

Meine Berufstätigkeit als Flugbegleiterin hat mir ermöglicht, in meiner Freizeit Publizistik, Soziologie und Ethnologie in Mainz zu studieren. Das Studium habe ich mit einem Magister Artium zum Thema „Berichterstattung im SPIEGEL über Abtreibung von 1975-1990“ abgeschlossen. Nach beruflichen Stationen beim Deutschen Aero Club (DAeC), als Referentin für Elektronische
Medien beim SPD-Parteivorstand in Berlin sowie als PR-Managerin bei einem großen europäischen Internetserviceprovider arbeite ich seit 2006 als Referentin für Medienpolitik und Öffentlichkeitsarbeit für die SPD-Fraktion im Hessischen Landtag in Wiesbaden. In meiner Freizeit schreibe ich Frankfurt-Krimis. Mein Wunsch ist, hier in Frankfurt ein Badeschiff zu verwirklichen, das an die Tradition der Badeanstalten am Main in der Weimarer Republik und nach dem Zweiten Weltkrieg anknüpft.

Mein politisches Ziel ist, dass in Hessen die soziale Gerechtigkeit mit der kommenden Landtagswahl wieder in den Fokus der Politik rückt. Soziale Gerechtigkeit heißt für mich, gute Bildung von Anfang an – Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Krippenplatz, keine Schulzeitverkürzung in der Mittelstufe (G8), keine Studiengebühren. Da ich für meinen ältesten Sohn Studiengebühren bezahlt habe, weiß ich, was kostenfreie Bildung für den Geldbeutel von Familien gerade in dieser Stadt mit ihren zunehmend unbezahlbaren Mieten bedeutet.

Soziale Gerechtigkeit heißt aber auch, dass jeder von seinem Lohn und seiner Rente leben kann, Gesundheit kein Luxus wird und Wohnen bezahlbar bleibt. Deshalb werde ich mich mit allen Kräften gegen die Privatisierung der Nassauischen Heimstätte einsetzen und darauf achten, dass bei der Umsetzung der nun anstehenden Energiewende und der damit verbundenen energetischen
Sanierung von Wohnungen die Mieten nicht aus dem Ruder laufen.

Die Erfahrungen rund um die Landtagswahlen 2008 und 2009 haben mich gelehrt, dass Glaubwürdigkeit von Politikern die Währung für Vertrauen bei den Wählerinnen und Wählern ist. Glaubwürdigkeit ist insbesondere im Zusammenhang mit dem Ausbau des Frankfurter Flughafens wichtig. Der hessische SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel hat vergangene Woche ein Rechtsgutachten zum Lärmschutz am Frankfurter Flughafen vorgelegt, das zu dem Schluss kommt, dass die schwarz-gelbe Landesregierung mit der sogenannten Planklarstellung im Mai 2012 allen zukünftigen Regierungen und auch der Region die rechtlichen Möglichkeiten des Landes für weitergehende Regelungen auf der Landesebene genommen hat.

Ich halte die Proteste der Bürgerinnen und Bürger vor dem Hintergrund der unglaublich hohen Lärmbelastung für absolut verständlich und nachvollziehbar. Die durch den lanfeststellungsbeschluss ermöglichte Lärmbelastung ist zu hoch. Der Schutz vor Lärmbelastung muss jetzt endlich Priorität haben. Wir brauchen Lärmobergrenzen und eine Entkopplung von Flugbewegungen und Lärmbelastung. Deshalb unterstütze ich die Position des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann, der verbindliche Lärmobergrenzen fordert und das Nachtflugverbot auf die Zeit von 22:00 bis 6:00 Uhr ausgedehnt haben will.

Wir alle wollen den Wechsel. Wir alle wollen ein gerechtes und solidarisches Hessen, und das geht nur mit einer starken SPD und Thorsten Schäfer-Gümbel als Ministerpräsidenten.

Dafür möchte ich mich mit allen Kräften einsetzen. Ich bitte Dich deshalb um Deine Stimme bei dieser Mitgliederbefragung und Deine Unterstützung für den kommenden Landtagswahlkampf.

Falls Du Fragen hast oder Dich meine Position zu anderen Themen interessiert, freue ich mich auf einen anregenden Austausch.

Mit solidarischen Grüßen
Petra Tursky-Hartmann


WIR SIND GENOSSINNEN UND GENOSSEN AUS DEM SPD-ORTSVEREIN SACHSENHAUSEN UND UNTERSTÜTZEN PETRAS KANDIDATUR:

OTTI ALTMANN (Rentnerin),
FRANK BRÜCKNER (Installateur und Heizungsbaumeister),
MICHAEL ENGEL (Rechtsanwalt),
FABIENNE FÄTH (Diplom-Politologin),
JOACHIM FRANZ (freiberuflicher Journalist),
DR. MARCUS GWECHENBERGER (Stadtplaner),
MICHAEL HAMM (Krankenpfleger),
MICHAEL HARTMANN (selbstständiger Berater für betriebliche Altersversorgung),
DR. SOZ. WISS. DIPL.-SOZ. WALTER KNEPEL (pädagogischer Mitarbeiter IG Metall a. D.), FRITZ KOCH (Rechtsanwalt),
IRMGARD LAUER SEIDELMANN (SPD-Stadtverordnete a. D.),
KNUT MÜLLER (Zollbeamter),
THOMAS MURAWSKI (Diplom-Sozialpädagoge FH),
KLAUS PAPE (Pensionär),
SYLVIA RAABE (Schauspielerin und Regisseurin),
CHRISTIAN RAABE (Rechtsanwalt und Notar a. D.),
RÜKIYE RAY (Reha-Arbeitsvermittlerin),
LINDA REISCH (Kultur- und Bildungsberaterin),
DR. KATHARINA REUS (Rechtsanwältin),
DANIELA REZA (Gastronomin, ehem. DGB-Mitarbeiterin),
DR. CHRISTOPH SEIDELMANN (Diplom-Volkswirt, ehemaliger Vorsitzender des Planungsausschusses im Umlandverband Frankfurt),
VOLKAN ULUKAYA (Rechtsanwalt),
ERNST WELTEKE (Hessischer Staatsminister a. D.),
USCHI WIEGAND (Geschäftsführerin),
ALFONS WIEGAND (Rentner),
SASKIA WIESE (kaufm. Angestellte/Politikwissenschaftlerin),
ELISABETH WIENANDS (Lehrerin und pensionierte Schulleiterin einer Grund- und Hauptschule), ESTHER WÖRZ (Juristin).

Falls Du Petras Kandidatur gemeinsam mit uns unterstützen willst, kannst Du uns über folgende Kontaktadresse erreichen: Dr. Marcus Gwechenberger Kaulbachstraße 65 | 60596 Frankfurt am Main | Tel.: 069-24271176 | gwechenberger@yahoo.de