Donnerstag, Dezember 21, 2017

FRAporträt Petra Tursky-Hartmann - Tatort Frankfurter Flughafen


Tatort Frankfurter Flughafen: Grausiger Fund

von Angela Reinacher, UKM-IK/Fotos: am

300 Termine in sechs Monaten, um die 20 inspirierenden Orte – Als frühere Politikerin ist Petra Tursky-Hartmann (medical airport service GmbH) viel in der Mainmetropole herum gekommen. Unzählige Eindrücke, die nur darauf gewartet haben, von der Hobby-Schriftstellerin niedergeschrieben und mit ihrer Fantasie verknüpft zu werden. Ergebnis: Im Juni ist bereits das dritte Buch der Krimi-Autorin, „Totengräbers Tochter“, erschienen. Hauptberuflich ist Tursky-Hartmann seit 2014 bei der Fraport-Tochter medical airport service GmbH für Öffentlichkeitsarbeit und Public Relations zuständig. „Der Flughafen hat mich schon immer fasziniert“, sagt die 57-Jährige, deren berufliche Karriere 1980 als Stewardess begann. Schon damals entdeckte sie ihre Leidenschaft fürs Schreiben: Für die Mitarbeiterzeitung der Lufthansa verfasste sie Reisereportagen; „Tipps von der Strecke“ hieß die Rubrik.

Alle ihre Bücher spielen im Rhein-Main-Gebiet und an Orten, an denen sie selbst schon war. „Mir ist wichtig, dass es Orte sind, die mich auf irgendeine Art und Weise inspiriert haben“, so die Autorin, die in Mainz neben dem Job Publizistik studiert hat und ihre Geschichten unter „Hanna Hartmann“ veröffentlicht. Hanna ist abgeleitet von ihrem zweiten Vornamen Hannelore.

Heimatfilm im Kopf

Nicht nur bei der Arbeit, auch in ihrem aktuellen Werk dreht sich alles um den Flughafen. Edith Tannhäuser, die Protagonistin aller drei Krimis, ist eine taffe Kommissarin, die im Rhein-Main-Gebiet ermittelt. Ihr jüngster Fall führt sie an unseren Airport – in der Ankunftshalle wird eine Leiche entdeckt. „Die Protagonistin ist zwar fiktiv, hat aber vieler meiner Spleens und Macken mitbekommen“, lacht die Autorin. Das Gefühl, das sie beim Schreiben hat, sei wie ein Heimatfilm über Frankfurt im Kopf. Die Geschichte drumherum: ein Puzzle, zusammengesetzt aus persönlichen Eindrücken und ihrer Fantasie. „Ausschnitte von Unterhaltungen mit Freunden, die gut zu meiner Geschichte passen, notiere ich mir“, verrät die Sachsenhausenerin. Sie verleihen ihren Krimis eine persönliche Note. Überhaupt seien ihre Freunde immer Inspirationsquelle und gute Kritiker zugleich. „Deshalb haben meine Bücher auch viel mit Beziehungen zu tun.“

Das aktuelle Buch hat eine Auflage von 2.500 Exemplaren. In Lesungen und auf der Frankfurter Buchmesse am Stand des Societäts-Verlags stellte sie es vor. Erstaunlich: In ihrer Freizeit liest Tursky-Hartmann so gut wie nie Krimis. Stattdessen informiert sie sich in Zeitungen, was in der Welt geschieht. Einen persönlichen Bezug zum Genre findet sie dann aber doch: Sie schaut für ihr Leben gern die Kultreihe „Tatort“.

Interesse geweckt? „Totengräbers Tochter“ ist unter der ISBN 978-3955422189 erschienen.