FPC: John Kampfner: „In Search of Berlin - The Story of Europe’s Most Important City“


Eine Kooperation mit der Deutsch-Britischen Gesellschaft Rhein-Main e.V.
 

Keine andere Stadt hat so viele Menschenleben zu beklagen, so viele Katastrophen überlebt und sich so oft neu erfunden wie Berlin. John Kampfner, der als junger Journalist im kommunistischen Ost-Berlin gelebt hat, berichtete am 26. März im Frankfurter Presseclub über seine Erfahrungen mit einer Stadt, „die von ihrer Vergangenheit gequält wird, die besessen von Erinnerungen ist und der Ort, an dem Traumata entfesselt wurden.“ Berlin empfindet er als Militärkaserne, als industrielles Kraftzentrum, als Zentrum des Lernens, als Brutstätte der Dekadenz – und als Labor für das schlimmste Horrorexperiment, das die Menschheit bis heute kennt. Berlin ist für ihn aber auch eine Zufluchtsstadt, in der 180 Nationalitäten leben und mehr als ein Viertel der Bevölkerung einen Migrationshintergrund hat.


„In Search of Berlin“ is an 800-year story, a dialogue between past and present; it is a new way of looking at this turbulent and beguiling city on its never-ending journey of reinvention”, sagt Kampfner, der 1962 in Singapur geboren wurde und in Oxford Moderne Geschichte und Russisch studiert hat. Seine journalistische Laufbahn begann als Auslandskorrespondent für die Nachrichtenagentur Reuters in Bonn sowie Moskau. Nach dem Wechsel zum Daily Telegraph berichtete er aus Ostberlin über die Wiedervereinigung Deutschlands und aus Moskau über den Zerfall der UdSSR. Zwischen 1995 und 2000 arbeitete er für die Financial Times und die BBC, bevor er Herausgeber des „New Statesman“ wurde und als politischer Schriftsteller und Fernsehjournalist wirkte. Der Clubabend wurde von Nicholas Jefcoat (Vorsitzender Deutsch-Britische Gesellschaft Rhein-Main e. V.) moderiert.


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