Dienstag, April 24, 2018

„Der Industriepark heute“: BdP zu Gast bei Sanofi und Infraserv Höchst


Etwa 40 Mitglieder und Gäste der Landesgruppe Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland gewannen am 24. April einen interessanten Einblick in die Geschichte und Entwicklung des 1863 gegründeten Industriepark Höchst. Hier sind heute 90 Unternehmen mit über 22.000 Mitarbeitern ansässig. Betrieben wird der Industriepark von der Infraserv Höchst. Das Gesundheitsunternehmen Sanofi, das eine seiner Wurzeln in der Hoechst AG hat, bildet hier die komplette Wertschöpfungskette ab, also Forschung, Entwicklung, Produktion und Fertigung, bis hin zum Versand in alle Welt. Michael Müller, Leiter Kommunikation von Infraserv Höchst, und Dr. Birgitt Sickenberger, Leiterin Interne & Externe Kommunikation von Sanofi Deutschland, waren die Gastgeber und berichteten offen und kollegial über ihre vielfältige Kommunikationsarbeit. Konkret ging es um die Zusammenarbeit mit den Unternehmen am Standort, den Dialog mit Anwohnern und die Rolle von Social Media.

460 Hektar umfasst der Industriepark Höchst. 22.000 Menschen arbeiten hier in 90 Unternehmen. 1863 beginnt die Geschichte des Standortes. Viele Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Öffentlich zugänglich ist die „Stadt in der Stadt“ nicht – denn die Sicherheitsvorschriften sind hoch. So nahm der Vorstand der Landesgruppe Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland die Einladung von Michael Müller, Infraserv Höchst, und Dr. Birgitt Sickenberger, Sanofi, gerne an. Eine exklusive Führung, Einblicke in ihre Kommunikationsarbeit und ein Erfahrungsaustausch sowie informelles Netzwerken standen auf dem Programm.

Michael Müller leitet die Kommunikation von Infraserv Höchst; Infraserv ist aus der ehemaligen Hoechst AG hervorgegangen. Als Betreibergesellschaft des  Industrieparks ist Infraserv Höchst für die Infrastrukturleistungen verantwortlich. Hierzu gehören Energieversorgung, Entsorgung, Sicherheitsleistungen und vieles mehr.. Dr. Birgitt Sickenberger ist für die interne und externe Kommunikation von Sanofi in Deutschland verantwortlich. Sanofi geht am Standort auf die Arzneimittelsparte der früheren Hoechst zurück und hier auch seinen Deutschlandsitz.

Bei einer Busrundfahrt über das Gelände wiesen beide auf denkmalgeschützte Gebäude sowie die heute dort produzierenden Unternehmen hin. Dabei ist das Gelände keineswegs nur historisch wertvoll: Seit dem Jahr 2000 wurden sieben Milliarden Euro in den Standort investiert. Auch Sanofi hält an Höchst fest. So werden am Standort Frankfurt u. a. täglich etwa eine Million Insulin-Pens gefertigt, und große Teile der Forschung sind hier angesiedelt.

Zu Ende ging die Rundfahrt zum Behrens-Bau. Damit realisierte der Architekt Peter Behrens zwischen 1920 und 1924 nicht nur einen expressionistischen Bau für die Hoechst AG – vielmehr schuf er ein Gesamtkunstwerk mit vielen faszinierenden Details. Das ungewöhnliche Zusammenspiel von Licht, Farben, den Glasfenstern oder Lampen beeindruckte alle Gäste. In der kuppelartigen Halle fanden das Get-Together und die Diskussionsrunde statt, bei der Michael Müller und Dr. Birgitt Sickenberger ihre Arbeit und aktuelle Herausforderungen vorstellten.

Text: Angelika Werner
Fotos: Ralf Werner