Leichte Sprache in den Medien – Chancen und Herausforderungen inklusiver Angebote
Nachrichten nehmen für sich in Anspruch, in aller Kürze das Wichtigste auf den Punkt zu bringen. Doch das ist nicht immer für alle verständlich. Rund 17 Millionen Menschen in Deutschland fällt es schwer, die Sprache zu verstehen. Aus vielerlei Gründen, etwa weil sie sie nicht gut sprechen oder komplizierte Themen nicht gut verstehen können. Damit sie aber an unserer Gesellschaft teilhaben und unsere Demokratie mitgestalten können, ist es notwendig, dass auch sie Nachrichten verstehen. Im Sommer 2024 hat die ARD den Schritt gewagt und sendet nun zusätzlich die "tagesschau in Einfacher Sprache". Im Clubabend am 21. Januar 2025 wurden vor vollem Haus im Frankfurter Presseclub e.V. u. a. folgende Fragen diskutiert: Wie notwendig sind inklusive Angebote, und wie kann man sie erstellen? Was bedeutet das für den Qualitätsanspruch und die Vielfalt der Medien? Und welche Rolle spielt dabei Künstliche Intelligenz?
Hinweis: Der nachfolgende Bericht nutzt bewusst einfache Sprache, um dem Thema “Leichte Sprache in den Medien” die notwendige Relevanz zu geben.
GÄSTE:
Sonja Wielow (Projektleiterin tagesschau in Einfacher Sprache)
Nicola Foltys (Leitung Abteilung Access ZDF)
MODERATION:
Michaela Schmehl (FPC-Vorstandsmitglied)
FOTOS: PTH, RAINER RÜFFER
Im Frankfurter Presseclub gab es eine Veranstaltung zum Thema leichte Sprache in den Medien. Es ging darum, wie man Nachrichten für alle Menschen verständlich zeigen und schreiben kann. Auch für Menschen, die die deutsche Sprache noch nicht gut können. Oder sie wegen einer Einschränkung nicht gut verstehen.
Sonja Wielow hat die Tagesschau in leichter Sprache vorgestellt. Das ist eine neue Sendung. Sonja Wielow hat die Sendung entwickelt. Es gibt sie seit Sommer 2024. In der Sendung gibt es immer vier Beiträge. Sie berichten von wichtigen Themen, die am Tag passiert sind. Sonja Wielow hat erklärt, wie die Sendung gemacht wird und welche Regeln es für die Filmbeiträge gibt. Sie arbeiten eng mit der Sendung Tagesschau zusammen. Sie verwenden die gleichen Film -Beiträge. Aber sie sprechen die Texte noch einmal neu in einfacher Sprache. 50.000 Menschen gucken die Sendung.
In der Veranstaltung war auch Nicola Foltys vom Sender ZDF. (Zweites Deutsches Fernsehen). Sie hat erzählt, was das ZDF macht, damit mehr Menschen zuschauen und zuhören können. Zum Beispiel gibt es Gebärdensprache oder Untertitel. Das sind Texte auf den Fernsehbildern. Nicola Foltys wünscht sich aber auch mehr Angebote in einfacher Sprache.
Es gab auch eine Frau, die Fragen an die Gäste stellt. Das war Michaela Schmehl.
Im Raum waren viele Zuhörer. Einige haben auch Fragen gestellt. Viele wünschen sich mehr Angebote in einfacher Sprache. Im Fernsehen und in Büchern oder Zeitungen. Es gibt aber auch Menschen, die einfache Sprache nicht schön oder überflüssig finden. Deshalb gibt es noch nicht überall solche Angebote. Es wird aber sicher bald mehr geben. Das glauben und hoffen zumindest die Gäste und Zuhörer an dem Abend im Presseclub.