Nachruf auf Herbert Mey (Arbeitsdirekter Fraport AG 2001-2012)


... ist traurig über den Tod von Herbert Mey. Und stolz, für sein Werk, das Fluggi Land und die TfK, von 2014 bis 2024 als Pressesprecherin arbeiten zu dürfen. Er war ein leiser Macher, der die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ernst nahm.

2006 ging in Frankfurt Sindlingen die erste Betriebskita der Fraport AG an den Start. Ich habe das, was aus "Fluggi-Land" entstand, immer wie ein kleines wildes Pony empfunden, das weiterstürmen wollte. Es folgten Kitas mit Namen, die Fliegen und Bewegung assoziierten - der „SkyTrain“, die „SternSchnuppe“ oder der „FlyingCarpet“ usw. Vom Engagement der Terminal for Kids gGmbH und von Männern, wie Michael Müller (Ex-Fraport Arbeitsdirektor, der auf Herbert Mey folgte) und Udo Sicker (geschäftsführender Gesellschafter der Terminal for Kids gGmbH) profitierten viele Gemeinden im Rhein-Main Gebiet rund um den Airport.


Ziel war, Mitarbeitenden von Unternehmen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Hohe Betreuungsqualität, bilinguale Erziehung, täglich frisch aus Bio-Produkten zubereitete Mahlzeiten, lange Öffnungs- und minimale Schließzeiten waren das Angebot der Fraport-Konzerntochter TfK. Mey war überzeugt, wer in die Qualifikation seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investiert, will gut ausgebildete Fachkräfte nicht verlieren. Deshalb muss ein Unternehmen Müttern und Vätern nach der Geburt eines Kindes oder dem Ende der Elternzeit die Rückkehr ins Unternehmen erleichtern, um die Bindung ans Unternehmen zu stärken. Damit junge Menschen ihren Wunsch nach Kindern und beruflichem Erfolg verwirklichen können, waren ihm bedarfsgerechte Betreuungsangebote sowie eine gute Qualität dieser Angebote wichtig.


2006 in Frankfurt-Sindlingen mit der Ad-hoc-Kinderbetreuung „Fluggi-Land" für knapp 50 Kids und zwölf Beschäftigten gestartet, hat sich die TfK (Ende 2025) zu einem mittelständischen Unternehmen mit 1.049 Mitarbeitenden und 2.500 betreuten Kindern im Alter von acht Wochen bis zum Schuleintritt in 38 Einrichtungen entwickelt. Als anerkannter freier und gemeinnütziger Träger errichtet, betreibt die TfK heute betriebliche, betriebsnahe und öffentliche Kinderbetreuungseinrichtungen und ist mittlerweile einer der großen privaten Träger mit Kitas im Rhein-Main-Gebiet und Bonn.

Bei den "Hessen Champions 2020" war die TfK übrigens Finalist in der Kategorie „Jobmotor“. In dieser Kategorie werden Unternehmen nominiert, die überdurchschnittlich viele neue Arbeitsplätze in Hessen geschaffen haben. Die Finalisten wurden von einer Jury aus insgesamt 79 Kandidaten ausgewählt und die TfK schaffte es auf Anhieb auf Platz 2 hinter Alnatura.

Danke Herbert Mey, dass ich zehn Jahre lang mithelfen durfte, deine Vision und - viel wichtiger noch - die praktische Umsetzung und Ausgestaltung der Idee "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" zu kommunizieren.

Fotos: Fraport AG