Volksbund: „Demokratie lebt von Menschen, die mitmachen.”


Workcamp der Volksbund-Jugend an Pfingsten in Frankfurt

Am bundesweiten Ehrentag hat die Jugend des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. gezeigt, was Ehrenamt für sie bedeutet: gemeinsam anpacken, erinnern und Verantwortung übernehmen. Der Ehrentag war von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum 77. Geburtstag des Grundgesetzes ins Leben gerufen worden, um Menschen zu ermutigen, sich für die Gemeinschaft einzusetzen.


Rund 50 Jugendliche und ihre Betreuer trafen sich auf dem Frankfurter Hauptfriedhof, um ein Zeichen für Zusammenhalt, Respekt und Erinnerungskultur zu setzen. Im Mittelpunkt stand nicht nur die praktische Arbeit, sondern auch das Lernen und der Austausch miteinander. Bei Führungen über das Kriegsgräberfeld erfuhren die Jugendlichen mehr über die Schicksale von Menschen, die durch Krieg und Gewalt ihr Leben verloren hatten – darunter auch Kriegsgefangene, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sowie Opfer des NS-Regimes.

Am Vormittag wurden verschmutzte Grabsteine und Grabplatten gereinigt, um Inschriften wieder sichtbar zu machen. „Hier erlebt man direkt, worum es in unserer Jugendarbeit geht: gemeinsam lernen, Menschen begegnen und aktiv etwas tun“, erklärte Bildungsreferentin Anne Schieferdecker. Durch ihren Einsatz wollten die Jugendlichen helfen, die Erinnerung an die Verstorbenen lebendig zu halten.

Zum Abschluss fand am „Hiob“, das Mahnmal, das u. a. an die Opfer der nationalsozialistischen Gewalt, deren Grabstätten oft unbekannt sind, ein gemeinsames Gedenken statt.