FPC: Design erleben, Demokratie gestalten


FPC-Mitglieder auf Entdeckungstour durch die World Design Capital 2026

Wie kann Design dazu beitragen, unsere Gesellschaft lebenswerter, nachhaltiger und demokratischer zu gestalten? Dieser Frage gingen Mitglieder des Frankfurter PresseClubs bei einer exklusiven Kuratoren-Führung durch die World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 nach.


Unter dem Leitmotiv „Design for Democracy. Atmospheres for a better life“ trägt die Region Frankfurt RheinMain im Jahr 2026 den Titel World Design Capital. Mit rund 2.000 Projekten und Veranstaltungen macht das Programm deutlich, dass Design weit mehr ist als die Gestaltung von Produkten: Es prägt unser Zusammenleben, gestaltet Räume, Prozesse und Beziehungen und entwickelt innovative Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit.


Einen Einblick in diese Vision erhielten die FPC-Mitglieder am 7. Juni bei einer Führung mit Kai Rosenstein, Chief Experience Officer der World Design Capital 2026. An drei ausgewählten Projektstandorten stellte er die Idee hinter dem umfangreichen Programm vor und zeigte, wie sich das Leitmotiv in konkreten Projekten widerspiegelt. Im Rahmen der Open - Design Week Frankfurt RheinMain öffnen zehn Tage lang mehr als 150 Studios, Unternehmen, Hochschulen und Institutionen ihre Türen. Sie zeigen, wie Gestaltung in der Praxis entsteht – von Handwerk und Kreativwirtschaft über Forschung und Technologie bis hin zur Industrie.


Auftakt der Tour war das Danzig am Platz, der sogenannte „Shared Resources Space“. Hier stehen vom 5. bis 14. Juni 2026 Fragen der Architektur, Stadtentwicklung und neue Formen des Zusammenlebens im Mittelpunkt. Rosenstein erläuterte an konkreten Objekten, wie Designer Menschen unterstützen, ihre Umwelt nachhaltig mitzugestalten.

Im Gespräch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde auch die Frage diskutiert, wie realistisch der Anspruch „Design for Democracy“ tatsächlich ist. Rosenstein betonte, dass Designerinnen und Designer heute zunehmend Verantwortung dafür übernehmen, Ideen, Produkte und Prozesse so zu gestalten, dass sie zu einer zukunftsfähigen und inklusiven Gesellschaft beitragen.


Die zweite Station führte die Gruppe um FPC-Vorstandsmitglied Anna Moldenhauer in den Neuen Kaiser, den „Creative Value Space“. Dort wurde prämiertes Design aus Hessen als wirtschaftlicher Faktor und Innovationstreiber erlebbar. Unternehmen, Kreative und Institutionen zeigen hier, welchen Beitrag Gestaltung zur Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle leisten kann.


Den Abschluss bildete das Massif E, der „Worldwide Creative Space“ an der Frankfurter Hauptwache. Dort besuchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Vorführung des Films „What Are People For? The Legacy of Systems Design Patrick Whitney“. Im anschließenden Gespräch diskutierten Filmemacher Gary Hustwit, Design-Vordenker Patrick Whitney und Produzentin Ashley Lukasik mit Kai Rosenstein über die gesellschaftliche Verantwortung von Design und dessen Potenzial, komplexe Zukunftsfragen zu lösen.

Die Führung bot den Mitgliedern des Frankfurter PresseClubs nicht nur spannende Einblicke in eines der größten Kultur- und Innovationsprojekte der Region, sondern auch zahlreiche Anregungen für die Frage, wie Gestaltung demokratische Teilhabe fördern und gesellschaftlichen Wandel begleiten kann.